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Schulsozialarbeit an der GS Kreyenbrück

1. Einleitung

Die Ganztagsgrundschule Kreyenbrück ist nicht nur ein Ort des Lernens, sie ist auch ein Ort des Lebens für Kinder aus verschiedenen Lebenswelten. Dieser Ort ist eine wichtige Schnittstelle für den weiteren Bildungsweg der Kinder, weil sie die Weichen für motiviertes und engagiertes, möglicherweise lebenslanges Lernen stellt. Allen an der Schule tätigen Mitarbeiter_innen (Lehrer_innen und pädagogischen Fachkräften) ist viel an einem von Chancengleichheit, Ressourcenorientierung und Resilienzförderung geprägten Schulleben gelegen.

Die Kinder bringen vielfältige Bedürfnisse mit in die Schule, die die Initiierung der Schulsozialarbeit an der GS Kreyenbrück sinnvoll und in vielen Fällen besonders nötig machen.

2. Ausführungen zum Träger, zum Projekt und zur Schule

2.1. Träger

Träger der Angebote des Nachmittagsangebotes und enger Kooperationspartner in dem gemeinsamen Bestreben nach einer umfassenden und ganzheitlichen Bildung der Kinder aus Kreyenbrück ist der Verein für Kinder e.V..

Der Verein für Kinder e.V. ist anerkannter Träger der Jugendhilfe und Einstellungsträger für die zunächst auf ein Jahr befristete Stelle der Schulsozialarbeiterin/des Schulsozialarbeiters. Der Verein wurde 1980 gegründet und unterhält 23 Einrichtungen (Kindergärten, Horte), sodass vielfältige Praxiserfahrungen in die Umsetzung des neuen Aufgabengebietes einfließen. Der Verein für Kinder e.V. ist in kommunalen Fachgremien aktives Mitglied, sodass auch die daraus gewonnenen Kenntnisse eingehen können. Mit der Umsetzung der Schulsozialarbeit ist das Anliegen verbunden, adäquat auf die Bedürfnisse der Schüler_innen der Grundschule Kreyenbrück reagieren zu können. Für das Ziel, dass die zukünftige Ganztagsgrundschule ein Lern- und Lebensort für die Schüler_innen sein möchte, ist die Einrichtung der Schulsozialarbeit mit den sozialräumlichen Bedingungen in Kreyenbrück ein wichtiger Baustein. Dies wurde in der von der Schule und dem Verein für Kinder e.V. gemeinsamen Erarbeitung der Interessensbekundung zum Ganztag deutlich.

2.2. Das Projekt

Ziel des Projektes ist es, den Kindern, Eltern, Lehrer_innen und allen am Bildungsprozess der Kinder Beteiligten eine Unterstützung zu ermöglichen, die als Bindeglied zwischen den einzelnen Menschen, aber auch außerschulischen Institutionen vermitteln und helfen kann, um erfolgreiches Lernen zu ermöglichen. Dabei gilt es in erster Linie für Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit, aber auch für Ressourcenorientierung und Resilienzförderung einzutreten und Hilfestellungen stets im Sinne und zum Wohle der Kinder zu entwickeln sowie eine Lebensweltorientierung anzubahnen.

Die/der Schulsozialarbeiter_in soll dabei als Alltagsbegleiter_in der Schüler_innen gelten, aber auch als Ansprechpartner_in im Rahmen einer engen Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus fungieren.

Unter Punkt 5 wird zu allgemeinen Zielen und den für uns wichtigen Zielgruppen Näheres erläutert, ebenso das inhaltliche Profil und die angedachten Arbeitsschwerpunkte.

2.3 Die Schule

Die Grundschule Kreyenbrück liegt im südlichen Bereich Oldenburgs. Hier leben viele Migrant_innen und Kleinfamilien, aber auch größere Familienverbände in enger Nachbarschaft.

Etwa 240 Kinder besuchen die Schule in insgesamt 11 Klassen, zusätzlich gibt es zwei Schulkindergarten-Gruppen und ebenfalls zwei Sprachlernklassen. Die Klassengrößen belaufen sich zur Zeit auf durchschnittlich 19 Kinder. An der Schule arbeiten derzeit insgesamt 35 Mitarbeiter_innen, die sich um Schüler_innen, Eltern, Gebäude und Verwaltung kümmern.

Die Klassen sind in drei Trakten mit jeweils vier Klassenzimmern untergebracht. Da wir uns zur Zeit im Umwandlungsprozess zur Teilgebundenen Ganztagsschule befinden, werden sich jedoch die räumlichen Gegebenheiten verändern und durch Neu- und Umbaumaßnahmen Umstrukturierungen erfolgen. Die neu entstehenden Funktionsräume und Erweiterungen der Mitarbeiter_innenräumlichkeiten wirken dem zurzeit vorherrschenden Platzmangel entgegen und ermöglichen zukünftig vielfältigere Arbeitsmöglichkeiten.

Ab dem Schuljahr 2015/16 wird die Schule als Ganztagsbetrieb mit einem qualitativ hochwertigen Nachmittagsangebot starten. Das Angebot erstreckt sich, falls von Eltern gewünscht, am Nachmittag bis maximal 17.30 Uhr.

3. Rechtliche Grundlagen

Die gesetzliche Grundlage stellt das SGB VIII/ KJHG dar, in der Festlegung der Aufgabeninhalte beziehen wir uns u.a. auf die Paragraphen 1,11, 13 und 81.

Im Paragraph1 SGB VIII werden die grundsätzlichen Ziele der Jugendhilfe genannt. Daraus geht hervor, dass die Angebote einerseits präventiv für gute Lebensbedingungen und die Befähigung der eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit und andererseits bei bestehenden Schwierigkeiten der Lebensbewältigung eingesetzt werden sollen. Das Angebot der Jugendhilfe soll dazu beitragen, sich für positive Lebensbedingungen für die Kinder und Familien einzusetzen, Benachteiligungen entgegenzuwirken und Eltern in ihrer Aufgabe Unterstützung bieten.

In den Paragraphen 11 und 13 werden die Leistungen der Jugendhilfe beschrieben. Die Schulsozialarbeit wird nicht namentlich aufgeführt, ist jedoch der Jugendsozialarbeit zuzuordnen. Im Paragraph13 SGB VIII wird der Fokus auf die Kinder und Jugendlichen gelegt, die aufgrund von sozialer oder individuellen Benachteiligungen einen erhöhten Unterstützungsbedarf haben. Außerdem wird benannt, dass die Maßnahmen mit der Schulverwaltung abgestimmt werden sollen, sodass auf die Kooperation mit der Schule hingewiesen wird. Als zwei Ziele werden die schulische Förderung und die soziale Integration aufgeführt.

Der Paragraph11 SGB VIII führt als Zielgruppe alle Kinder und Jugendlichen auf. Durch die Angebote der Jugendhilfe sollen u.a. die Interessen der Zielgruppe berücksichtigt und partizipative Prozesse angeregt, demokratische Erfahrungen gesammelt werden können, die zur gesellschaftlichen Verantwortungsbereitschaft ermutigen. Die Förderung der Selbstbestimmung wird ausdrücklich genannt. Die päd. Fachkräfte fungieren dementsprechend als Interessenvertreter_innen der Zielgruppe.

Damit die Interessen der Zielgruppe wirksam eingebracht werden können, verweist der Paragraph 81 SGB VIII auf die Pflicht des Trägers hin, mit anderen Institutionen wie der Schule zusammenzuarbeiten.

Aus den gesetzlichen Grundlagen haben der Verein für Kinder e.V. und die Schule folgende Vereinbarungen getroffen:

o Die beiden Kooperationspartner fühlen sich gemeinsam für das Gelingen verantwortlich. Es gibt kontinuierlich gemeinsame Auswertungsgespräche zu dem abgesprochenen Arbeitsauftrag, bei Schwierigkeiten werden miteinander Lösungen entwickelt. Der Arbeitsauftrag berücksichtigt in seinem Umfang den Stundeneinsatz. Finanzierbar sind 11,62 Jahreswochenstunden, der Einsatz erfolgt mit 15 Stunden in der Schulzeit, die Vergütung erfolgt nach dem TVÖD S11.

o Das Angebot der Schulsozialarbeit setzt sich zusammen aus einem präventiven Angebot (Sozialverhalten, Klassentraining) und einem Beratungsangebot für Kinder, das den Abbau von akuten Benachteiligungen und Problemen ermöglichen soll (u.a. über die Einbeziehung der Eltern und ggf. weiteren Beratungsinstitutionen).

o Der/die Schulsozialarbeiter_in wird in den Gesamtprozess der Ganztagsschule einbezogen. Geplant sind gemeinsame Qualitätszirkel, die extern begleitet werden.

o Kooperationszeiten mit den Mitarbeiter_innen (Lehrkräften und dem päd. Personal des Nachmittags) werden eingeplant.

o Vor Beginn werden die Schnittstellenpartner_innen innerhalb der Schule konkrete Absprachen zur Arbeitsaufteilung treffen, damit Klarheiten statt Doppelungen bestehen. Dazu zählen der Beratungslehrer und die Koordinationskraft.

o Die Gremien zur Beteiligung der Kinder und zum Beschwerdemanagement an der Schule werden im Team von dem/der Schulsozialarbeiter_in, einer Lehrkraft und der Koordinationskraft geplant und durchgeführt.

o Der/die Schulsozialarbeiter_in findet den fachlichen Austausch über die Einbindung, die das Team Wendehafen (Arbeitskreis Schulsozialarbeit) ermöglicht.

4. Sozialraumanalyse

Die Sozialstruktur im Einzugsbereich der Grundschule Kreyenbrück setzt sich aus einer dünnen Mittelschicht und einer breiten Unterschicht zusammen. Hier wohnen viele Familien, die von relativer Armut betroffen sind. Von ca. 40% unserer Schüler_innen wissen wir, dass sie das Bildungs- und Teilhabepaket beanspruchen. Auch aus dem neuesten Armutsbericht der Stadt Oldenburg geht hervor, dass der Stadtteil Kreyenbrück mit Abstand der am stärksten von Armut betroffene Bereich Oldenburgs ist. Chronische Mittellosigkeit und geringe Ressourcen sowie Ausgrenzung bis hin zur Isolation als Folge des gesellschaftlichen Ungleichgewichtes prägen das Leben dieser Familien. Beengte Wohnsituation, Bildungsferne, Suchtgefahr, Gewalt, Ein-Eltern-Familien (ca.26%), Armut und soziale Randständigkeit sind reale Lebensbedingungen für einen Großteil unserer Schüler_innen.

 

Gleichzeitig zeichnet sich unser Stadtteil durch kulturelle Vielfalt und ein buntes Miteinander aus. Neben türkischen und kurdischen Familien, die teilweise schon seit mehreren Generationen hier leben, erlebt der Stadtteil Kreyenbrück in den letzten Jahren einen großen Zuzug von Familien aus vielen Ländern und unterschiedlicher Ethnizität. Der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund beträgt in manchen Klassen bis zu 80%. Die Tendenz ist steigend, was mit der Einrichtung einer zweiten Sprachlernklasse bekräftigt wird. Diese kulturelle Vielfalt macht unsere Schule aus, stellt Mitarbeiter_innen - Schüler_innen - Eltern aber auch vor große Herausforderungen: Sprachliche Schwierigkeiten, die Bildungsferne mancher Elternhäuser, Analphabetismus, beengte Wohnsituation, hohe Kinderzahl.

Die oben beschriebenen Lebensbedingungen unserer Schüler_innen prägen den Schulalltag in besonderem Maße. Häufig sind Bereiche betroffen, die außerhalb des Erziehungs-und Bildungsauftrages der Schule liegen. Alle Mitarbeiter_innen sehen in der Zusammenarbeit mit der/dem Schulsozialarbeiter_in eine große Chance, um der Benachteiligung und Perspektivlosigkeit unserer Schüler_innen entgegenzuwirken.

5. Ziele und Arbeitsschwerpunkte

Ziel der Schulsozialarbeit an der GS Kreyenbrück ist es, den individuellen Prozess junger Menschen in der Auseinandersetzung mit der Welt, insbesondere mit den sie umgebenden Herausforderungen zu unterstützen und zu begleiten, Bildungsbenachteiligungen zu vermeiden und abzubauen, gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen und alle an der Erziehung der Kinder Beteiligten zu beraten und zu unterstützen. Genauer betrachtet bedeutet dies:

• Lebensweltorientierte Arbeit, d.h. die Kinder und Jugendlichen in ihren „alltäglichen Herausforderungen und lebensweltlichen Bezügen“ wahrzunehmen. Das sozialpädagogische Handeln muss zielstrebig an die individuellen Lebensverhältnisse der Kinder, Eltern und Jugendlichen angebunden werden, mit denen sie konfrontiert sind. Der/Die Schulsozialarbeiter_in soll professionell sozialpädagogisch handeln und sich auf die Lebensweltorientierung beziehen. Dabei sind der Alltag der Schüler_innen und deren außerschulische Lebenswelt zu berücksichtigen.

• Umgang mit Heterogenität: Unter dem wichtigen Gesichtspunkt der Chancengleichheit gilt es für den/die Schulsozialarbeiter_in, sich mit Heterogenität und Migrationsarbeit (im Sinne von kultursensibler Pädagogik) intensiv auseinanderzusetzen, um im Sinne eines Langzeitzieles gesellschaftliche Teilhabe und Anschlussfähigkeit für die Kinder zu ermöglichen (interkulturelle Öffnung / „Managing Diversity“ / „Managing Education“). An dieser Stelle muss Schulsozialarbeit situationsabhängig, individuell und auf die schulischen Gegebenheiten einwirkend tätig werden.

• Projekt- und Gruppenarbeit (z.B. Sozialtraining, „Ubuntu“ oder Jungen-/Mädchenarbeit, Pausengestaltung, etc.).

• Einzelfallhilfe: z.B. bei Kindern mit aggressivem Verhalten, sowohl in präventiver als auch intervenierender Arbeit (z.B. mit Programmen wie FAST).

• Beratung und Unterstützung: z.B. individuelle Einzelberatung für Schüler_innen und Familienberatung.

• Netzwerkarbeit: AG Schulsozialarbeit der Stadt Oldenburg, Team Wendehafen, Verein für Kinder, Jugendamt, IBIS, Kindergärten und weiterführende Schulen, Stadtteiltreff Kreyenbrück, Kirchengemeinden St. Johannes & St. Michael, Jugendzentrum Cafta, usw. Bei Bedarf können auch neue Kooperationen aufgebaut werden.

• Vermittlung zwischen Schule und Elternhaus, zusätzlich eventuell außerschulischen Institutionen oder Ämtern, die zur Unterstützung einbezogen werden können.

• Krisenintervention bei akuten Fällen im schulischen Bereich (ebenso der Bereich des Schulabsentismus), sowie Kindeswohlgefährdung.

• Initiierung von offenen Gesprächsangeboten für Eltern, z.B. Elterncafé oder themengebundene Elternabende.

• Beratung von Mitarbeiter_innen.

In regelmäßigen Abständen werden mit dem Träger und der Schule Ziele, Zielgruppen und (Erfolgs-) Indikatoren der Arbeitsschwerpunkte abgesprochen. Die Dokumentation der Schulsozialarbeit ist Grundlage dieser Treffen.

6. Rahmenbedingungen

Zwischen dem Träger Verein für Kinder e.V. und der Grundschule Kreyenbrück gibt es eine schriftliche Kooperationsvereinbarung, in der auch die Modalitäten, Anstellung und die Rahmenbedingungen festgeschrieben sind.

Die/der Schulsozialarbeiter_in ist Teil der Gemeinschaft aller Mitarbeitenden. Ihr/ihm steht zusätzlich zu einem festen Platz in den Mitarbeiter_innenräumen im Verwaltungstrakt ein Arbeitsplatz zur Verfügung. Dazu gehören ein Büro – gemeinsam zu benutzen mit der Förderschullehrkraft und der/dem Beratungslehrer_in -, technische und materielle Ausstattung, Besprechungstisch und entsprechendem Mobiliar.

Dem/der Schulsozialarbeiter_in steht ein knappes finanzielles Budget für Materialien zur Verfügung, das sich mit 200 € Grundetat aus dem schulischen Lehr- und Lernmitteletat der Stadt Oldenburg und aus eventueller Unterstützung des Fördervereins oder außerschulischen Sponsoren zusammensetzt.

Zu Austausch, Mitwirkung und Professionalisierung ist der/die Schulsozialarbeiterin eingebunden in die Arbeit des Team Wendehafen.

Alle an der Erziehung und Bildung der Kinder der Grundschule Kreyenbrück Beteiligten, damit alle Mitarbeiter_innen, verpflichten sich zur Zusammenarbeit mit dem/der Schulsozialarbeiter_in.

7. Qualitätsentwicklung und Selbstevaluation

Da der Einsatz einer/eines Mitarbeiterin/Mitarbeiters im Tätigkeitsbereich der Schulsozialarbeit an der Grundschule Kreyenbrück eine Neuerung darstellt, müssen Arbeitsfelder und –bedingungen, Erwartungen und Erfolge, Belastungen und Erfahrungen regelmäßig evaluiert und somit die Qualität der (Zusammen-) Arbeit weiterentwickelt bzw. gesichert werden.

Zum Zwecke der Evaluation und Qualitätssicherung sollen an dieser Stelle Schüler_innen, Eltern, Mitarbeiter_innen und Kooperationspartner in regelmäßigen Abständen mit dem Erkenntnisinteresse angepassten Methoden befragt werden. Hier wird die Universität Oldenburg, Fachbereich Soziologie, angefragt.

8. Schlussfolgerungen, Perspektiven und Visionen

Die Zusammenarbeit mit allen weiteren Institutionen und Professionen im Kontext Schule und Lebenswelt der Kinder und deren Familien ist von großer Relevanz. Daher ist die Scharnierfunktion eine wichtige Aufgabe des Schulsozialarbeiters/der Schulsozialarbeiterin. Das Arbeitsfeld ist wie oben aufgezeigt sehr umfangreich. Ziel ist es dabei, die persönliche Bildungsbiographie der Kinder positiv zu beeinflussen und individuelle Chancen zu verbessern.

Die Vision, die hinter diesem Konzept steht, ist eine gerechte und von Chancengleichheit und Wertschätzung geprägte Gesellschaft, die bei uns in der Grundschule beginnt und auf dort gelegter Basis sich entfalten kann.


GS Kreyenbrück will Schulsozialarbeit

Auf Bestreben der Eltern und Kollegen unserer Grundschule fand am 09.10.2014 eine Podiumsdiskussion zum Thema 'Schulsozialarbeit an der Grundschule Kreyenbrück' statt. Das Podium war dabei hochkrätig besetzt: Moderiert wurde die Diskussion von Hilbert Meyer, wohl einer der renommiertesten Professoren im Rahmen der Lehrerausbildung unserer Universität. Neben ihm saßen Susanne Wendt als Schulleiterin, Mike Lücke als Elternvertreter sowie an der anderen Seite Jürgen Krogmann als MdL und Vorsitzender des Schulausschusses, Heinz Backhaus als Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses und schließlich Professor Karsten Speck als Spezialist für Schulsozialarbeit.

Gespannt lauschte das zahlreich erschienene Publikum den Eingangs-Statements auf der Bühne. Eindrucksvoll schilderte Frau Wendt die Probleme der täglichen Arbeit ihres Kollegiums um dann das Wort an Herrn Lücke weiterzugeben, der nochmals seinen Wunsch nach Sozialarbeit an unserer Schule bekräftigte. Der Umbau zur Ganztagsschule sei ein erster Schritt, reiche aber angesichts der bestehenden Probleme nicht aus. Die Politiker in der Runde unterstrichen ihr Verständnis für die vorgetragenen Wünsche und bejahten die Sinnhaftigkeit und Effizienz schulischer Sozialarbeit. Professor Speck untermauerte dann all dies noch mit entsprechenden wissenschaftlichen Untersuchungen und Zahlen.

Die Mitarbeiter unserer Grundschule konnten erfreut sein über diese Eindeutigkeit der getroffenen Aussagen. Dies umso mehr, als auch viele Vertreter anderer Schulen und Institutionen sich zu Wort meldeten und die bisherigen Positionen aus ihrer je spezifischen Sicht unterstützten.

Unter anderen waren dies für GS Bloherfelde und Nadorst Herr Kayser und Frau Stehno, für das Team Wendehafen Herr Welp, für die Grünen Frau Schilling, für den Verein für Kinder Frau Liebscher und nicht zuletzt als Sozialpädagogen Frau Granz und Frau Harke.

Mit dieser Podiumsdiskussion haben wir ein Thema auf den Tisch gebracht, dass in den nächsten Wochen und Monaten weiter zu diskutieren sein wird und denken, dass die Stadt Oldenburg und das Land Niedersachsen einen Weg finden werden, uns und weitere Grundschulen mit präsenten Schulsozialarbeitern zu versorgen.

 

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